Rückblick Gemarkungswanderung Ersingen „Auße rum“

Über 20 Interessierte konnten vergangenen Samstag bei allerbestem Wanderwetter wieder viel Wissenswertes über die Ersinger Gewann-Namen, Geschichten und Sagenhaftes dazu bei der 3. und damit letzten Etappe der Gemarkungswanderung Ersingen erfahren. Unter dem Motto „Auße rum“ führte Tilo H. Frey die bunt gemischte Wandertruppe auf der rund 7 km langen Strecke, unter anderem durch das Gewann „Galgenwald“ an der Grenze zu Brötzingen. Die Einwohner Brötzingens tragen den Dorfunnamen „Kaubaschen“, dessen Ursprung Ehrenbürger und Heimatforscher Gustav Adolf Reiling übrigens wie folgt erklärt: „Auch besondere Gewohnheiten und Ungezogenheiten werden gerne verspottet. So muß früher in Brötzingen ein besonders derber Menschenschlag gewohnt haben, der eine ganz besondere große Vorliebe für das Tabakkauen hatte, wenn man dem zum Gattungsnamen herabgesunkenen Sebastian oder „Basche“ noch ein „Kau“ vorsetzte, um die Brötzinger mit „Kaubasche“ verspotten zu können.“

An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön für die erläuternden Worte, Gedichte und Anekdoten unseres Wanderführers Tilo Frey. Vielen Dank an alle Mitwanderer, die uns „auße rum“ begleitet haben!

Gemarkungswanderung Ersingen „Auße rum“ – 3. Etappe

In Rom, Athen und bei den Lappen
Da späh’n wir jeden Winkel aus,
Dieweil wir wie die Blinden tappen
Umher im eignen Vaterhaus.

Diese Worte des patriotischen deutschen Dichters und Philologen Karl Simrock (1802-1876) hat bereits Ehrenbürger Gustav Adolf Reiling seiner vor rund 80 Jahren erschienenen Ortschronik „Geschichte der ehemals frauenalbischen Dörfer Ersingen und Bilfingen“ voran gestellt. Doch gerade heutzutage gewinnt dieser Ausspruch zunehmend an Bedeutung: überall auf der Welt kennen wir uns (vermeintlich) aus, doch welche Geschichte und damit verbundenen Geschichten sich unmittelbar „vor der Haustür“ abgespielt haben, wissen nur wenige. „Gemarkungswanderung Ersingen „Auße rum“ – 3. Etappe“ weiterlesen